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LEBENSMITTEL-SICHERUNG für Bürgerkriegsopfer im Südsudan 2019

Projektbeschreibung

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Hungernothilfeprojekt zur Lebensmittelsicherung für 200 Schüler und ECC-Mitarbeitern, die seit 6 Jahren vom brutalen Bürgerkrieg betroffen und auf internationale Unterstützung angewiesen sind. Sie kommen aus verschiedenen Teilen des Landes, unter ihnen zahlreiche Waisenkinder und können mit diesem Projekt 3 Monate lang in der Schule täglich mit Lebensmitteln versorgt werden. Die Schule ist dadurch in der Lage den Unterricht der 200 Kindern fort zu führen.

Allgemeine Lage

Seit 2011 ist der Südsudan unabhängig. Er ist der jüngste Staat Afrikas. Der Trennung des schwarzafrikanischen christlichen Südens vom arabisch-muslimischen Norden waren schwere Bürgerkriege vorausgegangen. In einem Referendum sprachen sich 95 Prozent der Südsudanesen für einen eigenen Staat aus. Doch bereits von 2013 an flammten wieder Auseinandersetzungen auf – diesmal unter denen, die für die Unabhängigkeit gestimmt hatten. 60 Völker oder Stämme zählt das Land, und manchmal verliert man den Überblick, wer gerade wen bekriegt. Die Dinka des Präsidenten Salva Kiir kämpfen gegen die Nuer seines früheren Stellvertreters Riek Machar.
Tatsächlich aber zerfällt das Land in viele Parteien, die einander bis auf Clanstrukturen hinunter bekämpfen. Dann treten auch Dinka gegen Dinka an. Trotz einer im vergangenen Dezember geschlossenen Waffenruhe kommt es auch jetzt noch immer wieder zu Kämpfen. Insgesamt 4,5 der zwölf Millionen Südsudanesen sind auf der Flucht und leben in Lagern – knapp zwei Millionen im eigenen Land, 2,4 Millionen in den Nachbarstaaten. Rund 300’000 Todesopfer seien zu beklagen. Im Februar 2017 hatte die UNO eine Hungersnot ausgerufen – die weltweit erste seit 2011.
Die Stadt Yei befindet sich im Süden des Landes. Im Frühjahr 2017 wurde sie mehrere Monate lang von Rebellen belagert. Es kam zu den wohl schlimmsten Gräueltaten seit Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013. Laut einem UN-Bericht vom Mai töteten regierungstreue Soldaten in Yei mindestens 114 Zivilpersonen und vergewaltigten Frauen zum Teil vor den Augen der Familien.

Einführung und Hintergrund

Anfang März 2017 reiste unser Team im Rahmen eines Nothilfe-Einsatzes nach Uganda und von dort aus weiter in den Südsudan. Seitdem unterstützen wir mit unterschiedlichen Hilfsprojekten, die vom Bürgerkrieg betroffene Zivilbevölkerung und die intern vertriebenen Familien im Südsudan. In Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern erreichen wir Familien in grösster Not und können ihr Leid etwas lindern.
Unsere Partnerschule die «Emmanuel Christian College (ECC)» eine interkonfessionelle christliche Schule befindet sich in Yei. Seit Ausbruch des Krieges dient sie auch als Zufluchtsort für viele Waisenkinder. Der Hauptcampus befindet sich in Goli, 36 km außerhalb der Stadt Yei im Bundesstaat Yei River im Südsudan. Trotz der letzten Unterzeichnung eines Friedensabkommens Zwischen den großen Akteuren im September 2018 ist die Region um Yei immer noch sehr unsicher. Aufgrund von blockierten Zufahrtsstrassen und extrem hohen Lebensmittelpreisen, fehlt es überall an Grundnahrungsmitteln. Dennoch unternimmt das «Emmanuel Christian College» alles, um weiter offen zu bleiben und die so wichtige Ausbildung weiter zu führen. Die Schule unterrichtet und unterstützt 200 Kinder aus allen Landesteilen.

Wir bedanken uns herzlichst bei der STIFTUNG NAK-HUMANITAS für die wertvolle Unterstützung zu diesem Projekt.

 

Spendenkonto:

Postkonto: 60-771959-6
IBAN: CH81 0900 0000 6077 1959 6
Bank: PostFinance, Bern
BIC: POFICHBEXXX
Stichwort: Afrika

Paypal-Adresse: info@aramaicrelief.com

 

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