Unser Team befindet sich zurzeit erneut in Syrien, unter anderem in Aleppo und Homs. Dies ist ein kurzer Bericht aus der zerstörten Altstadt von Aleppo mit Pater Betros Kassis, in englischer und aramäischer Sprache. Wie folgt die Höhepunkte unserer aktuellen humanitären Mission in Syrien:
– Eröffnung unserer ersten Schule in Homs
– Eröffnung des Bildungszentrums in Aleppo
– Koordination und Berichterstattung des Renovationsprojektes «Betreuungszentrum; House of Love» in Aleppo
– Wasserprojekt: Realisierung und Präsentation unseres Wassertankwagens in Aleppo
– Koordination und Berichterstattung der monatlichen Verteilungen von Babymilch und Windeln in Sadad, Syrien
– Aufbau weiterer Renovations-/Wohnprojekte für Rückkehrfamilien in Homs, Syrien
Hier finden Sie aktuelle Bilder des Bauprojekts der Schule in Homs, Syrien. Die Bauarbeiten laufen sehr gut und alles soweit nach Plan. Voraussichtlich diesen Sommer 2017 soll die Schule fertiggestellt und eröffnet werden. Der Bau der Schule mit Kindergarten erfolgt in der Zusammenarbeit mit der lokalen syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Homs. Nach der Beendigung dieses Projekts werden hier ca. 220 kriegsleidende Kinder und Jugendliche den Unterricht besuchen können. Die Kirchengemeinde von Meskeneh übernimmt die Verwaltung und Leitung der Schule. Es ist unser erstes Bauprojekt dieser Form in Syrien. Wir freuen uns sehr über dieses wichtige Bildungsprojekt, welches wir nur mit Ihrer tatkräftigen Unterstützung realisieren können!
Die Kosten für den gesamten Bau der Schule sind mittlerweile komplett gedeckt. Für das Mobiliar (Tische, Stühle, Tafeln, EDV, PC’s, Bücher etc.) sammeln wir zur Zeit noch Spenden.
Möchten Sie die Schule unterstützen? Dann verwenden Sie bitte das Stichwort „Schule Homs“.
Wir bedanken uns herzlichst und halten euch weiterhin auf dem Laufenden.
Wasserprojekt für mittellose Familien in Aleppo, Syrien
In Aleppo gibt es seit langem kein fliessendes Wasser und kein Strom mehr. Wer es sich leisten kann, bezieht Strom von Generatoren, die wiederum mit Benzin betrieben werden und das nur für paar wenige Stunden pro Tag. Seit Anfang des Krieges in Syrien, wurde Wasser als Waffe benutzt. Manchmal wurde direkt die Quelle beschlagnahmt. Teilweise haben Angriffe auch die Infrastruktur zerstört, wie Leitungen und Pumpen. Der Wassermangel macht die Menschen krank. Und diese Krankheiten können tödlich sein, besonders für Kinder. Die UN hatte verschiedene Brunnen und Pumpstationen eingerichtet, um den Wasserbedarf der Bewohner zu decken. Fast jede Familie musste sich einen Wassertank besorgen. Diese werden entweder selbst oder durch mobile Wassertankwagen aufgefüllt. Noch Heute können viele Haushalte nicht mit sauberem Trinkwasser erreicht werden. Besonders betroffen sind ältere und kranke Menschen, die nicht im Stande sind selbst Wasser zu schöpfen.
Mit diesem Projekt möchten wir gerade solche Menschen und weitere notdürftige Familien mit sauberem Trinkwasser unterstützen. Hierfür möchten wir der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde in Aleppo so bald als möglich einen eigenen Wassertankwagen zur Verfügung stellen für die regelmässige und einwandfreie Belieferung der Haushalte mit Trinkwasser.
Möchten Sie an diesem Projekt teilhaben und die Menschen dabei unterstützen, dann verwenden Sie den Zweck: Tankwagen
Herzlichen Dank!
Spendenkonto / Donations to:
Bankaccount: 60-771959-6
IBAN: CH81 0900 0000 6077 1959 6
Bank: PostFinance, Bern
BIC: POFICHBEXXX
Paypal/Credit card: https://aramaicrelief.com/orig/allgemeine-spende/
Paypal address: info@aramaicrelief.com
Kaum hat das neue Jahr begonnen, setzten wir unsere humanitäre Arbeit mit aller Kraft fort. Ich reiste mit meinem lokalen Team am 3. Januar nach Aleppo, Syrien, um dort unsere bestehenden Projekte weiter auszubauen und neue Hilfsprojekte für Kriegsopfer zu koordinieren. Gleichzeitig machten wir uns ein Bild über die aktuelle Lage in Aleppo und erkundigten uns über den Zustand der Menschen. Die Geschichten, Eindrücke und Erlebnisse sind kaum in Worte zu fassen. Aleppo gleicht Heute einem endlosen Trümmerhaufen. 4 Jahre lang dauerten die blutigen Kämpfe an, bis weite Teile im Dezember 2016 befreit und ein Abzug von verbliebenen Rebellen vereinbart werden konnte. Seitdem ist eine Ruhe und Gelassenheit eingekehrt, die man seit langem so nicht mehr kannte, berichten uns die Bewohner. Wir waren während 10 Tagen Augenzeugen von Trauer, Verlust und Zerstörung aber auch von Hoffnung, Mut und Zuversicht. Wir sprachen mit Menschen die gewillt sind ihre Stadt wieder aufzubauen, Menschen die bereits ihre Geschäfte wieder eröffnen und Menschen die vor Freude auf den Strassen tanzten. Nichtsdestotrotz ist die humanitäre Not in Aleppo riesig. Es fehlt an Allem. In der ganzen Stadt gibt es keinen Strom. Die Menschen, die es sich leisten können beziehen Elektrizität von Generatoren, alle anderen sitzen im Dunkeln. Geheizt wird mit Heizöl, dies können sich die meisten auch nicht leisten, also sitzen sie in ihren eiskalten Räumen und harren aus. Gerade jetzt im Winter ist jeder Tag ein Kampf ums überleben. Kinder sind besonders betroffen. Sehr viele sind traumatisiert und benötigen professionelle psychologische Unterstützung. Die Jugendlichen wünschen sich am Meisten Bildung und Arbeitsstellen, beides fehlt.
Während unserem Aufenthalt in Aleppo haben wir zahlreiche neue Hilfsprojekte in Angriff genommen, dazu zählt; Einrichtung eines Bildungszentrums, Renovationsprojekt für ein Betreuungsheim, ein Projekt für psychologische Hilfe, ein Lebensmittelprojekt und ein Schulprojekt für bedürftige Kinder.
Wie folgt einige Eindrücke unserer Reise in Aleppo, Syrien.
„ES IST EIN WETTLAUF GEGEN DIE ZEIT!“ Der Winter ist eingebrochen und hunderttausende Binnenvertriebene und Kriegsopfer in SYRIEN und im IRAK sind auf dringende Hilfsmassnahmen angewiesen! Es mangelt besonders an Lebensmitteln, Wärme, Hygiene, aber auch an Bildung, psychologischer und sozialer Hilfe. Aufgrund der anhaltenden Kämpfe ist die Lage der Menschen weiterhin lebensbedrohlich. Setzen Sie ein Zeichen und helfen Sie diesen Menschen mit einer Spende für die folgenden Hilfsprojekte.
UNSERE WINTERHILFE IN SYRIEN
Seit mehr als fünf Jahren herrscht in Syrien ein blutiger Krieg. Ein Grossteil der Infrastruktur ist zerstört, Millionen Menschen ringen tagtäglich ums überleben, es fehlt ihnen an Allem. Die Strom- und Heizversorgung ist seit langem zusammengebrochen. Heizöl ist extrem teuer und das kann sich kaum eine Familie leisten. Die Wintermonate sind bitterkalt und fordern immer wieder Todesfälle. Gerade Kinder in syrischen Kriegsgebiete leiden am stärksten an Unterernährung, Krankheiten und fehlende Bildung. Hier finden Sie einen Überblick über unsere aktuellen Hilfsprojekte in Syien.
Verteilung von Heizöl und Lebensmittel für kriegsleidende Familien in Aleppo, Syrien
Unterstützen Sie dieses Projekt mit einer Spende.
Stichwort: Winteraktion Syrien
UNSERE WINTERHILFE IM NORDIRAK
Tausende Familien leben in provisorischen Einrichtungen, die kaum wind- und wettergeschützt. Es ist kalt, es regnet und in manchen Orten fällt Schnee. Die Kinder frieren, es wurden bereits Todesfälle gemeldet. Es mangelt überall an humanitärer Versorgung, die Menschen sind am Ende ihrer Kräfte. Jeden Winter verteilen wir Kleidung, Decken, Lebensmittelpakete und Elektro-/oder Kerosinheizer.
Auch für diesen Winter möchten wir unsere Winterhilfe fortsetzen und Nothilfepakete verteilen. Unser Nothilfepaket für Binnenflüchtlinge im Nordirak beinhaltet: Lebensmittel, Hygieneartikel, Heizkörper und Decken)
Während den letzten Wochen (Ende Okt/Anfang Nov 2016) in Syrien und im Irak führten wir erneut zahlreiche Hilfsgüterverteilungen durch und koordinierten viele neue Hilfsprojekte. Alle Berichte, Videos und Fotos zum Hilfseinsatz, sowie unsere neuen Projekte im Nahen Osten werden wir in den kommenden Tagen hier publizieren. Wir bedanken uns herzlichst bei euch allen für den Beistand und Support!
Die Bauarbeiten unserer ersten Schule in Meskeneh-Homs, Syrien laufen auf Hochtouren. Das Fundament des Gebäudes ist bereits fertiggestellt. Der Bau der Schule mit Kindergarten erfolgt in der Zusammenarbeit mit der lokalen syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Meskeneh, Homs. Nach Beendigung dieses Projekts werden ca. 220 kriegsleidende Kinder und Jugendliche hier den Unterricht besuchen können. Die Kirchengemeinde von Meskeneh übernimmt die Verwaltung und Leitung der Schule. Es ist unser erstes Bauprojekt dieser Form in Syrien. Wir freuen uns sehr über dieses wichtige Bildungsprojekt, welches wir nur mit eurer tatkräftigen Unterstützung realisieren können!
Die Kosten für die 1. Etappe (Fundament und Erdgeschoss) haben wir bereits komplett gedeckt. Die restlichen Kosten für die 2. Etappe (1. Etage) sind inzwischen zu 70% gedeckt. Für weitere Unterstützung bedanken wir uns herzlichst. Wir halten Sie regelmässig über den Verlauf des Baus auf dem Laufenden. Bei Fragen bitte Email an: info@aramaicrelief.com
WINTERHILFE – Kleidersammlung für Kriegsopfer in Syrien – 20 Tonnen unterwegs nach Syrien
Insgesamt konnten wir während des Monats Oktober 20 Tonnen warme Winterkleider, Schuhe und Decken für Kriegsopfer in Syrien sammeln. Die Hilfsgüter sind bereits unterwegs nach Syrien. Mitte November erwarten wir die Ankunft. Anschliessend werden sie durch unser ARAMAIC RELIEF-Team direkt vor Ort den intern deplatzierten und kriegsgeschädigten Familien übergeben. Herzlichen Dank allen Spendern und ganz besonders allen Volunteers, die während 3 Tagen ganze 20 Tonnen Kisten bearbeitet und in zwei LKW’s verladen haben. Wir halten Sie über die Verteilungen auf dem Laufenden.
VIDEO – Kleidersammlung für Kriegsopfer in Syrien – Winterhilfe mit 20 Tonnen by ARAMAIC RELIEF
In den Medien überschlagen sich die Nachrichten über die Flüchtlinge aus Syrien, die Zuflucht hier in Europa suchen. Leider vergisst die Welt, dass es immer noch Millionen Menschen gibt, die trotz des brutalen Krieges im Land leben, nicht flüchten können oder aus Liebe zur Heimat weiterhin dort ausharren und auf baldigen Frieden hoffen. Wie bereits berichtet, waren wir Mitte September selbst vor Ort, um Direkthilfe zu leisten. Dort wo Heute kaum noch Hilfswerke zu finden sind, aufgrund der Gefahr. Nun naht der eisige Winter, den Menschen fehlt es an allem, insbesondere warmer Kleidung, Heizmittel und Strom. Deshalb haben wir beschlossen, einen 3. Hilfstransport aus der Schweiz zu realisieren. Diesmal werden wir die Güter per Land- und Seeweg direkt nach Syrien liefern.
Unser Ziel ist es 2 grosse LKW’s mit warmer Kleidung, Decken und Schuhe zu füllen und Anfang November auf die Reise nach Syrien schicken. Das schaffen wir nur mit Ihrer Mithilfe und zwar in Form eines Crowdfundings; Nur wenn jeder Spender einen kleinen finanziellen Transportbeitrag leistet, sind wir in der Lage, solch wichtige Hilfsgütertransporte aus der Schweiz zu realisieren. Daher bitten wir um CHF 2.- pro Kilogramm Kleidung/Decken/Schuhe. Der Transportbeitrag nehmen wir bei Abgabe der Kisten in Dübendorf oder in einer der Sammelstellen entgegen (Waagen werden vorhanden sein). Wir bitten Sie KEINE Esswaren, Spielzeuge, Medikamente oder sonstige Waren in die Kleiderkisten zu legen.
Kontakt: Herr Malas
Tel: 0788528875
johnmalas@bluewin.ch
Falls jemand eine Sammelstelle in seiner Stadt einrichtet, bitte Bescheid sagen, damit wir es hier veröffentlichen.
Wir können keine Kisten per Post empfangen!
Für Transporthilfe bedanken wir uns für jeden Beitrag (Gönnerkonto):
Postkonto: 61-258514-4
IBAN: CH04 0900 0000 6125 8514 4
Bank: PostFinance, Bern
BIC: POFICHBEXXX
Stichwort: Transporthilfe
Dem beiliegenden Flyer entnehmen Sie alle wichtigen Details zur Sammelaktion wie Abgabeort, Datum und Zeit etc.
Aktuell befinden wir uns wieder im Nordirak, bereits zum sechsten Mal. Wir führen weitere Hilfsgüterverteilungen durch und werden über unsere neue Kampagne „I am connected“ 900 Flüchtlingskinder mit Hilfspakete versorgen. Mehr dazu im kommenden Newsletter.
Wir bedanken uns herzlichst für jede Unterstützung und halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.
Hier gelangen Sie zum Artikel auf der Seite des SRF.
Syrien: «Die Menschen, die bleiben, sind Helden»
Die Schweizer Kleiderspenden des Hilfswerks Aramaic Relief sind angekommen: Die Winterkleidung soll im Nordirak 10’000 Flüchtlingen durch die kalte Jahreszeit helfen.
Millionen Syrer sind auf der Flucht vor einem gnadenlosen Bürgerkrieg. Aber es gibt auch Menschen, die in ihrer Heimat ausharren. Ihr Leben ist ein einziger Ausnahmezustand. Severiyos Aydin ist Schweizer mit aramäischen Wurzeln. Und einer der wenigen, die es wagen, vor Ort Hilfe zu leisten.
Bildlegende:Im Trümmerhaufen im syrischen Homs zu leben, verlangt den Menschen Unglaubliches ab. KEYSTONE
Es ist eine der grössten humanitären Krisen der Nachkriegsgeschichte. 250’000 Tote, viele davon Zivilisten, eine Million Verletzte und bald fünf Millionen auf der Flucht, so bilanzierte die Uno Ende März. Während die Hilfebedürftigen an den Aussengrenzen der Europäischen Union mit den Eigenheiten des europäischen Flüchtlingsbegriffs ringen, kämpfen die zurückgebliebenen Syrer mit einer Heimat, die in Schutt und Asche liegt.
«Ein riesengrosser Trümmerhaufen»
Die meisten Hilfswerke haben sich zurückgezogen, auch Journalisten sind kaum mehr vor Ort. Einer der wenigen, die in dieser Hölle Hilfe leisten, ist Severiyos Aydin. Der Schweizer mit syrischen Wurzeln hat im Januar 2013 das Hilfswerk «Aramaic Relief International» gegründet.
Zweck seiner Hilfsorganisation ist die Direkthilfe für Menschen in Gebieten, wo der Arm der internationalen Gemeinschaft nicht mehr hinreicht. Gerade letzte Woche hat Aydin die syrische Stadt Homs und die umliegenden Ortschaften Sadad (5 km vom IS entfernt), Zaidal, Fairuza und Meskene besucht. Was er erzählt, ist erschütternd.
«Es handelt sich in allen Fällen um Orte, die lange umkämpft waren,» erzählt Aydin. Wie zum Beispiel die Grossstadt Homs. Sie war fast drei Jahre lang Ort unbarmherziger Gefechte, heute gleicht sie einem riesengrossen Trümmerhaufen.» Das Ausmass der Zerstörung sei gigantisch, selbst die historische Altstadt wurde nicht verschont.
Ohne Hilfe flüchten auch diese Menschen
In der Ferne sind ständig Detonationen zu hören, hin und wieder explodieren auch Granaten in der Region. Zwar fühle man sich dank der vielen Checkpoints und der Militärpräsenz von Assads Truppen relativ sicher, sagt Aydin, gefährlich bleibe die Gegend dennoch.
Die genauen Zahlen derjenigen, die zurück geblieben sind, kennt niemand. Aydin spricht von einer halben Million Menschen. «Als ich letzte Woche dort war, sah ich sehr viele Menschen, die ihrem Alltag nachzugehen versuchten. Das war sehr eindrücklich.»
„Wenn sich die Lage verschlechtert, werden auch diese Menschen gezwungen sein, das Land zu verlassen.“
Ihre grösste Sorge gelte dem Fortgang des Krieges, der eigenen Sicherheit und der humanitären Situation. «Wenn sich die Lage verschlechtert, werden auch diese Menschen gezwungen sein, das Land zu verlassen», sagt Aydin im Interview mit SRF News.
Eine enorm grosse Liebe zur Heimat
Was diese Menschen von jenen unterscheidet, die sich für die Flucht entschieden haben, sei eigentlich nicht zu beantworten, sagt Aydin. Da würden auch geografische, wirtschaftliche und politische Gründe eine Rolle spielen.
«Ich kann von den Menschen erzählen, die ich kürzlich in Homs getroffen habe. Als Christ beschäftige ich mich auch stark mit der Verfolgung der Minderheiten im Nahen Osten. Diese leiden nebst dem brutalen Konflikt auch unter eine starken Verfolgung durch islamistische Terrorgruppen.»
Und trotzdem würden viele von Ihnen im Land bleiben. Selbst solche, die den Schergen der Terrormiliz bereits einmal in die Hände gefallen waren. «Sie erzählen mir immer wieder von ihrer enorm grossen Liebe zur Heimat und von der Angst vor der Flucht in die Ungewissheit», sagt Aydin. Sie hätten Vertrauen in eine baldige Besserung. «Das ist heldenhaft und für uns nur schwer zu verstehen», fügt Aydin hinzu, «umso wichtiger ist es, sich für diese Menschen vor Ort einzusetzen.»
Aydins Organisation kooperiert mit lokalen Partnern, namentlich dem humanitären Arm der syrisch-orthodoxen Kirche. Zu den Projekten gehören Soforthilfen für intern umplatzierte Familien. Mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Obdach, Medizin und Finanzierung von Notoperationen.
Auch unterstützt die Organisation Familien beim Wiederaufbau der zerbombten Wohnungen, sofern dies noch möglich ist. «Den anderen Familien helfen wir mit Mietwohnungen durch Finanzierung der Monatsmieten», erklärt Aydin. Auch die Jugend liegt «Aramaic Relief» am Herzen.
Zur Zeit sei Schulbeginn, erzählt der junge Mann. Also hätten sie in den letzten 2 Wochen 700 Kinder mit Schulmaterial, Schulbüchern und Schultaschen ausgerüstet. Den Studenten hilft die Organisation bei den Fahrtkosten und mit den Universitätsgebühren, so dass sie weiterhin ihrem Studium nachgehen können. Zudem unterhält «Aramaic Relief» ein Waisenkinder-Projekt.
Hoffen auf Menschen in der Schweiz
Aydins grösster Wunsch ist es, dass man diese Menschen nicht vergisst. Nicht die Bürger Europas, aber auch deren Politiker nicht. «Der Winter steht vor der Tür», führt Aydin aus, «das wird wieder für viele Menschen in Syrien, aber auch im Nordirak, wo wir tätig sind, eine sehr schlimme Zeit.»
Dafür würden sie im Moment neue Projekte lancieren. Projekte, die sich ohne fremde Hilfe nicht realisieren liessen. Severiyos Aydin rechnet auch fest mit den Menschen aus seiner Wahlheimat, der Schweiz.